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Alt 26.04.2017, 09:44   #21
Manni
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Bei dem neuen Gesetz geht es ja nicht nur um Gegenstämde die ein jetzt strafbares Symbol wie HK oder SS Runen enthalten!
Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen:

"Die Tathandlungen des § 86a Absatz 1 StGB sollen um den gewerbsmäßigen Handel mit Gegenständen, die einen äußerlich erkennbaren spezifischen Bezug zu der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft und deren Repräsentanten (z.B. Unterhose Görings) sowie zur Leidensgeschichte der Opfer des nationalsozialistischen Regimes haben, erweitert werden."

Das ist ein absoluter Gummi§
Da kann man alles reinpacken,vom Volksempfänger über Münzen und Briefmarken,Stahlhelme,Uniformen,Kunst bis zum Möbelstück welches einem NS Funktionär gehörte.
Ebenso Judaika aus der Zeit wie Davidsterne,Lagergeld,Häftlingskleidung und natürlich Fotos.

Momentan haben wir in Deutschland jährlich etwa 10 000 Ermittlungsverfahren gegen "Rechts".Ein Großteil davon sind 86a Verstöße.
Diese Zahl wird gigantisch explodieren,es wird tausende Verfahren geben,der Staat wird an den Geldstrafen viele Millionen verdienen.
Auf der anderen Seite wird es zu langwierigen Verfahren durch viele Instanzen kommen bei den Leuten die sich wehren.
Das wäre totaler Wahnsinn wenn das Gesetz so durchkommt.Eigentlich alle Gegenstände welche aus der Zeit des 3.Reiches stammen könnten zu einem Anfangsverdacht,und somit zu einem Ermittlungsverfahren mit Hausdurchsuchung,Beschlagnahmung und Gerichtsverhandlung führen.
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Alt 26.04.2017, 09:46   #22
Manni
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Ich möchte den demokratischen Einfallspinsel der diese Sätze formuliert hat gerne mal fragen,welchen äußerlich erkennbaren spezifischen Bezug zu der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Görings Unterhose hatte....
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Alt 26.04.2017, 11:53   #23
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Zitat:
Zitat von Manni Beitrag anzeigen
Da kann man alles reinpacken,vom Volksempfänger über Münzen und Briefmarken,Stahlhelme,Uniformen,Kunst bis zum Möbelstück welches einem NS Funktionär gehörte.
Ebenso Judaika aus der Zeit wie Davidsterne,Lagergeld,Häftlingskleidung und natürlich Fotos.
da hast Du Recht mit
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Alt 27.04.2017, 09:42   #24
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Zitat von Manni Beitrag anzeigen
Nachtrag: Ich möchte den demokratischen Einfallspinsel der diese Sätze formuliert hat gerne mal fragen,welchen äußerlich erkennbaren spezifischen Bezug zu der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Görings Unterhose hatte....
Der Bezug ist, dass der "Benutzer" des Objektes einer der drei führenden nationalsozialistischen Politiker war und die kommerzielle Vermarktung solcher Hinterlassenschaften die Öffentlichkeit in höchstem Maße empört.

Die Auktion "Hitler und die Nazi-Granden – ein Blick in den Abgrund des Bösen" des namhaften Münchner Auktionshauses H.H. hat nicht nur zu einem Aufschrei der internationalen Mainstream-Presse geführt, sondern u.a. auch zehn namhafte Museen und Gedenkstätten zu einem offenen Brief gegen diese Auktion veranlasst. Sie alle kritisieren den Handel mit Objekten aus der NS-Zeit, die „Fetischcharakter“ hätten. Das Geschäft mit Objekten dieser Art "bagatellisiere" den Nationalsozialismus, "verherrliche" ihn.)

Wolfgang Hermann, Inhaber des Auktionshauses Hermann Historica, sowie das mit ihm kooperierende Nürtinger Auktionshaus Andreas Thies wurden aufgefordert, die Objekte kostenlos renommierten Archiven, Gedenkstätten und öffentl. Sammlungen zu übergeben.

Diese Auktion war der Auslöser für die nun im Gesetzgebungsverfahren befindliche Ausweitung und Verschärfung des § 86a StGB, die alle Sammler von Objekten dieser Zeitepoche der deutschen Geschichte hart treffen wird.
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Alt 27.04.2017, 09:48   #25
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Zitat:
Zitat von popey-ww Beitrag anzeigen

Diese Auktion war der Auslöser für die nun im Gesetzgebungsverfahren befindliche Ausweitung und Verschärfung des § 86a StGB, die alle Sammler von Objekten dieser Zeitepoche der deutschen Geschichte hart treffen wird.
Das halte ich für nicht sehr glaubwürdig....
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Alt 27.04.2017, 09:53   #26
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Jedem normal denkenden Menschen hätte von vornherein klar sein müssen, dass eine solch makabere Auktion nicht nur eine politische Reaktion in hohem Maße provoziert, ja im Hinblick auf die öffentliche Meinung geradezu unumgänglich macht.

Spätestens der offene Brief der Museen und Gedenkstätten, die Reaktion der israelitischen Gemeinde Münchens usw. sowie die eindringlichen Bitten des Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter die Auktion abzusagen, hätten Wolfgang Hermann die Augen öffnen müssen.

Aufgrund der kurzfristigen Geldgier hat man dem Auktionshaus letztendlich selbst den Todesstoß versetzt.
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Alt 27.04.2017, 09:58   #27
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Das halte ich für nicht sehr glaubwürdig ...
Das steht aber ausdrücklich im Gesetzesantrag:

Zitat:
"Erst kürzlich hat eine Auktion in München für große Empörung gesorgt, bei der unter anderem Kleidungsstücke von Repräsentanten des Nationalsozialismus, die aus der Sammlung eines verstorbenen US-Mediziners stammten, zu enormen Preisen versteigert wurden (vgl. dazu Hengst, „Versteigerung in München – Zum Teil widerliche NS-Devotionalien“, Spiegel Online vom 14. Juni 2016)."
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Alt 27.04.2017, 10:11   #28
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Zitat:
Zitat von popey-ww Beitrag anzeigen
Nachtrag:

Jedem normal denkenden Menschen hätte von vornherein klar sein müssen, dass eine solch makabere Auktion nicht nur eine politische Reaktion in hohem Maße provoziert, ja im Hinblick auf die öffentliche Meinung geradezu unumgänglich macht.

Spätestens der offene Brief der Museen und Gedenkstätten, die Reaktion der israelitischen Gemeinde Münchens usw. sowie die eindringlichen Bitten des Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter die Auktion abzusagen, hätten Wolfgang Hermann die Augen öffnen müssen.

Aufgrund der kurzfristigen Geldgier hat man dem Auktionshaus letztendlich selbst den Todesstoß versetzt.
Und die Messeveranstalter sind da besser? Ist für mich, mehr oder weniger, das Gleiche

Was Du jetzt machst, ist Öl ins Feuer schütten... Man sollte nicht vergessen, was die Hermänner schon vorher erreicht haben (im Bezug zu 86a etc..) aber das hast Du vielleicht nur vergessen zu erwähnen...
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Alt 27.04.2017, 10:17   #29
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Das halte ich für nicht sehr glaubwürdig....
Das die Auktion der Auslöser war, sieht man doch auch daran, dass es in dem Gesetzesantrag primär darum geht, auch den

Zitat:
"gewerbsmäßigen Handel mit Gegenständen, die einen äußerlich erkennbaren spezifischen Bezug zu der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft und deren Repräsentanten sowie zur Leidensgeschichte der Opfer des nationalsozialistischen Regimes haben"
zu verbieten.
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Alt 27.04.2017, 10:29   #30
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Und die Messeveranstalter sind da besser? Ist für mich, mehr oder weniger, das Gleiche
Zwischen einer Veranstaltung bei der originale militärhistorische Artefakte sowie Sammlerwaffen aus dem Bereich der historischen Hilfswissenschaften Militaria, Phaleristik, Vexillologie und Uniform- und Waffenkunde zur historischen Forschung, der Anlage oder Ergänzung einer Sammlung oder einer musealen Darstellung einem interessierten Publikum präsentiert werden und dem Anbieten von konkreten "Nazi-Devotionalien" in einer Auktion mit großer öffentlicher Wahrnehmung, sehe ich einen sehr großen Unterschied.

Und daher erachte ich es für essentiell, sich von letzerem vehement zu distanzieren.
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